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Uranus
Grunddaten: |
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Allgemeines |
Der Uranus wurde, nachdem er
1781 von dem Engländer William Herschel entdeckt wurde, nach dem
griechischen Gott des Himmels benannt.
Uranus umkreist die Sonne in rückläufiger Richtung und seine Achse ist um 82° gegenüber der Senkrechten auf der Bahnebene geneigt. Voyager 2 kam am 24.Januar 1986 bis auf 73.000 km an Uranus heran. Die Rotationszeit wurde mit 15 bis 17 Stunden bestimmt und er umkreist die Sonne einmal in 84 Jahren. Das Magnetfeld hat eine Stärke von 0.25 Gauss. Uranus hat ein Ringsystem, das aus 10 Ringen besteht und wird von 17 Satelliten in retrograder Richtung (in der Äquatorebene des Planeten) umkreist.
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Aufbau |
Die Atmosphäre des Uranus besteht aus 83% Wasserstoff, 15% Helium, 2% Methan und geringen Anteilen Azetylen und anderer Kohlenwasserstoffe. Das Methan in der oberen Atmosphäre absorbiert rotes Licht und verleiht ihm dadurch seine blaugrüne Farbe. Kennzeichnend für Uranus ist die Tatsache, daß er zur Seite gekippt ist. Seine ungewöhnliche Lage erklärt man sich als Resultat einer Kollision mit einem Körper in Planetengröße in der Frühgeschichte des Sonnensystems. Voyager 2 fand heraus, daß die stärkste Auswirkung dieser Seitenlage der Effekt auf den Schweif des Magnetfeldes des Planeten ist, das um 60 Grad zur Rotationsachse geneigt ist. Es wurde bewiesen, daß der Magnetschweif von der Rotation des Planeten in einer weiten korkenzieherartigen Form hinter dem Planeten verdreht wird. Die Quelle des Magnetfeldes ist unbekannt; ein elektrisch leitender, unter riesigem Druck stehender Ozean aus Wasser und Ammoniak, der zwischen dem Kern und der Atmosphäre liegen sollte, stellte sich als nicht existent heraus. Von den Magnetfeldern der Erde und anderer Planeten glaubt man, daß sie durch elektrische Ströme in den geschmolzenen Kernen induziert werden.
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Klima |
Die Atmosphäre ist in Wolken, die immer auf gleicher Breite umherziehen, angeordnet, ähnlich wie in den lebendigeren Bändern auf Jupiter und Saturn. Die Winde auf mittlerer Breite wehen auf Uranus in Rotationsrichtung. Diese Winde wehen mit Geschwindigkeiten von 40 bis 160 Meter pro Sekunde (140 bis 570 Kilometer pro Stunde). Radioexperimente enthüllten Winde, die mit ungefähr 100 Metern pro Sekunde in die Gegenrichtung um den Äquator wehen.
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| Satelliten/Monde |
Die meisten der Monde des
Uranus wurden von der Voyager 2-Mission entdeckt. Vorher waren nur
Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon bekannt. Sie umkreisen Uranus
in retrograder Richtung in der Äquatorebene des Planeten. Insgesamt gibt
es 21 Monde, die um Uranus kreisen.
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| Ringsystem |
1977
wurden die ersten neun Ringe des Uranus entdeckt. Während der Annäherungen
der Voyager-Sonden wurden diese Ringe fotografiert und vermessen, genauso
wie zwei weitere neue Ringe und „Ringelchen“. Der äußerste
Epsilonring setzt sich im wesentlichen aus Eisblöcken zusammen, die
mehrere Fuß groß sind. Eine sehr dünne Verteilung feinen Staubs scheint
ebenfalls weit im Ringsystem verbreitet zu sein. Es mag auch eine große
Anzahl flacher, möglicherweise auch unvollständiger Ringe oder
Ringbögen mit einer Breite um die 50 Meter geben. Die einzelnen
Ringpartikel haben sich als mit niedriger Reflektionskraft behaftet
herausgestellt. Schließlich ließ sich ein Ring, der Epsilonring, finden,
dessen Farbe grau ist.
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Daten |
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